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DRK Klinken Berlin | Mitte
Klinik für Abhängigkeitserkrankungen
Drontheimer Straße 39 - 40
13359 Berlin
Wegbeschreibung
Tel.: (030) 3035 - 6655
Fax: (030) 3035 - 6659
E-Mail Kontakt
Chefarzt
Dr. med. Hansjürgen Keller
Abteilungsschwester
Christine Driemert
Seit 1983 haben wir im Krankenhaus Mariendorf - den Empfehlungen der Enquetekommission der Bundesregierung folgend - mit überaus guten Erfolgen Abhängigkeitserkrankungen nach dem Konzept des qualifizierten Entzuges behandelt. Diese Arbeit wird seit 1997 in unserer Klinik fortgeführt. In Zusammenarbeit mit der kardiologischen, intensivmedizinischen, gastroenterologischen, chirurgischen und gefäßchirurgischen Abteilung unseres Hauses sowie dem Röntgeninstitut und dem Zentrallabor können wir einer medizinisch ganzheitlichen Betreuung unserer Patienten seitdem in vollem Umfang gerecht werden.
Der erste Schritt, den zerstörerischen Teufelskreis einer Abhängigkeit zu durchbrechen, ist sicherlich der schwerste. Aber er ist erfolgversprechend!
Über die Patienten-Hotline (030) 3035 6666 (nur für Suchtabteilung) sind wir täglich 24 Stunden erreichbar.
Qualifizierter Entzug
Abhängigkeit ist ein vielschichtiges Problem, das einer sensiblen und verständnisvollen Behandlung bedarf. Das familiäre, berufliche und soziale Umfeld der Betroffenen muss dabei besonders berücksichtigt werden. Denn hinter einer Abhängigkeit verbirgt sich immer individuelle Not und psychisches Leid.
Alkohol, Medikamente, illegale Drogen, Nikotin, Arbeit - Sucht kennt viele Spielarten und keine gesellschaftlichen Grenzen. Süchtige sind nicht "charakterschwach" oder "selbst schuld", wie viele immer noch meinen.
Wer abhängig ist von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, der ist krank.
Der Gebrauch von Suchtstoffen ist ein verfehlter Versuch, mit den Problemen und Anforderungen des Lebens zurecht zu kommen sowie ein untauglicher Ersatz für menschliche Beziehungen und entgangene Lebensfreude.
Hauptaufgabe des qualifizierten Entzuges ist deshalb die Motivationsarbeit zur Annahme der Krankheit.
Diese beinhaltet unter anderem die umfassende Information unserer Patienten über ihre Krankheit, die Folgeschäden und die Behandlungsmöglichkeiten. Breiten Raum nimmt dabei die Darstellung des Selbsthilfegedankens sowie das Aufzeigen und die Vermittlung weitergehender Betreuungs- und Therapieangebote zur Bewältigung der Krankheit ein.
Seit vielen Jahren arbeiten wir mit
- Beratungsstellen
- psychosozialen Einrichtungen, wie therapeutische Wohngemeinschaften und Tagesstätten
- der betrieblichen Suchtkrankenhilfe
- und allen Selbsthilfeorganisationen
intensiv zusammen und sind bestrebt, diese offenen Kooperationen immer weiter auszubauen.
Wir verstehen uns und unsere Arbeit als einen Baustein im Netzwerk der Berliner Suchtkrankenhilfe.
Zur Vorbereitung einer weiterführenden Betreuung ist bei vielen Betroffenen zunächst ein Entzug unter klinischer Aufsicht notwendig.
Unsere Aufgabe ist es, die Betroffenen die zu uns kommen, für die Notwendigkeit weiterführender Hilfe zu sensibilisieren und sie in diese Hilfsangebote zu vermitteln.
Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit zum Beispiel beeinflussen sämtliche Organsysteme des Körpers. Die Patienten müssen vor und während eines Entzuges medizinisch beobachtet werden, damit wir mögliche Komplikationen in der "kritischen Phase" rasch erkennen und behandeln können. Unabdingbar ist dabei eine gründliche Diagnostik sowie die Therapie etwaiger Folgeschäden. Dazu steht uns das gesamte Repertoire einer internistischen Hochleistungsklinik zur Verfügung, die besonderen Wert auf eine intensive, ganzheitliche Pflege und patientenorientierte Versorgung legt.
Eine nicht ausreichend qualifizierte "Entgiftung" provoziert den Rückfall und bedeutet Krankheitsverlängerung! Der Einsatz von Medikamenten zur Behandlung des Entzugssyndroms wird in unserem Konzept auf ein Mindestmaß beschränkt.
Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer richtet sich in Übereinstimmung mit den suchtärztlichen Fachgremien der Bundesrepublik und dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand ("Kritische Positionen zur Entwicklung in der Entgiftungsbehandlung") ausschließlich nach der individuellen suchtärztlichen Einschätzung. Sie beträgt in der Regel zwei Wochen.
Abhängigkeitserkrankungen
Unsere Klinik steht allen von Abhängigkeitserkrankungen Betroffenen offen
- Erwachsenen
- Jugendlichen
- Eltern gemeinsam mit ihren Kindern
Differenzierte frauenspezifische Angebote tragen der besonderen Situation von Frauen in einer überwiegend von Männern in Anspruch genommenen Entzugsabteilung Rechnung.
In unserer Frauenselbsthilfegruppe treffen sich aktuelle und ehemalige Patientinnen der Station.
Wir betreuen Abhängige von Suchtstoffen aller Art, wie zum Beispiel
- Alkoholabhängige
- Medikamentenabhängige
- Drogenabhängige
aber auch Betroffene mit nichtstofflichen Abhängigkeiten wie zum Beispiel
- Glücksspielabhängigkeit
Bei drohendem Rückfall führen wir Kriseninterventionen durch. Das heißt, Aufnahmen zur Verhinderung von unmittelbar bevorstehenden Rückfällen sind möglich.
Unser Sozialdienst leistet Unterstützung bei der Lösung der oft bestehenden gravierenden sozialen Probleme.
In der Regel erfolgt der Anschub und die Weitervermittlung an die zuständigen Stellen, zum Beispiel
- zur Klärung von Wohnungsangelegenheiten
- in Kranken- und Sozialversicherungsanliegen
- bei Schuldenproblemen



