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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 3806
Fax: (030) 3035 - 3797
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Chefärztin

Dr. med. Kerstin Westphalen

Die Mammographie ist die Röntgenuntersuchung der Brust, die unter Kompression jeweils in 2 Ebenen durchgeführt wird. Hierfür stehen moderne Geräte zur Verfügung, die eine geringe Strahlenbelastung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben garantieren.

Die Patientinnen werden zur Vorgeschichte, Beschwerden bzw. Vorerkrankungen befragt und es wird eine Tastuntersuchung der Brust vorgenommen. Eine ergänzende Ultraschalluntersuchung der Brust ist sinnvoll zur Klärung bestimmter Herdbefunde (gutartige und bösartige). Die Untersuchung dauert ca. 10 bis 15 Minuten.

In unserer Abteilung erfolgt grundsätzlich eine Beurteilung der angefertigten Mammographie-Aufnahmen durch 2 erfahrene Ärzte (second opinion). Hierdurch wird die diagnostische Sicherheit und Spezifität erheblich erhöht, das Risiko evtl. übersehener Befunde wird minimiert.

Im Brustzentrum Köpenick werden in einem interdisziplinären Expertentreffen (Tumorkonferenz) mit Gynäkologen, Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Onkologen die Befunde diskutiert und das weitere Therapiekonzept für die Patientin erarbeitet.

Wer sollte sich röntgen lassen?

Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Senologie sollte eine Basismammographie im Alter von 35 bis 39 Jahren durchgeführt werden. Eine Kontrollmammographie ist sinnvoll im Alter von 40 bis 49 Jahren alle 2 Jahre, in der Altersgruppe von 50 bis 70 Jahren alle 1 bis 2 Jahre. Kontroll-Mammographien bei Risikopatientinnen (40 bis 70 Jahre) sollten jährlich erfolgen.

Wer hat ein höheres Risiko an einem Mammakarzinom (Brustkrebs) zu erkranken?

  • Frauen mit einer belasteten Familienanamnese (Schwester/Mutter/Tante mit Brustkrebs)
  • Frauen mit Adipositas (Übergewicht)
  • Frauen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Nullipara (Frauen, die keine Kinder geboren haben)
  • Späte Erstgebärende
  • Frauen mit früher Menarche (erste Regelblutung unter 12 Jahren)
  • Frauen mit später Menopause ( > 52 Jahre )
  • Patientinnen über dem 50. Lebensjahr

Durch die Früherkennung von noch nicht tastbaren Tumoren kann die Brustkrebssterblichkeit gesenkt werden. Mit der Mammographie werden Herdbefunde, noch bevor sie für die Patientin in der Selbstuntersuchung oder den Gynäkologen tastbar sind, erkannt und können beurteilt werden. Darstellbar in der Mammographie sind inbesondere kleinste Verkalkungen (diese haben nichts zu tun mit der allgemeinen Arterienverkalkung). Diese sehr winzigen Kalkablagerungen können in den Drüsenläppchen der Brust oder in den Milchgängen nachgewiesen werden und sind oft ein Hinweis auf ein frühes Karzinom bzw. eine Vorstufe eines Brustkrebses. Die sogenannten Mikroverkalkungen sind ausschließlich in der Mammograhie zu sehen (nicht erkennbar in der Sonographie und auch nicht mittels Magnetresonanztomographie). Zur besseren Beurteilung dieser so wichtigen Mikroverkalkungen können evtl. zusätzliche Vergrößerungsaufnahmen angefertigt werden. Zur weiteren Abklärung von Mikroverkalkungen und Herdbefunden können spezielle Verfahren angewendet werden wie Punktionen (Stanzbiopsien und stereotaktische Untersuchungen), die ultraschallgestützt oder mit Hilfe des Mammographiegerätes durchgeführt werden. Falls ein verdächtiger Herd operiert werden soll und in der Brust nicht tastbar ist (d.h. er ist nur auf der Röntgenaufnahme bzw. dem Ultraschallbild zu sehen) muß dieser vor der Operation markiert werden - dazu dient die präoperative Drahtmarkierung.

Stanzbiopsie (Brust)

Bei der Stanzbiopsie wird nach lokaler Betäubung mit einer Hochgeschwindigkeitsbiopsienadel Gewebe aus einem Herd der Brust gewonnen. Die Herdlokalisation erfolgt entweder mit einem Ultraschallgerät oder mit Hilfe des Mammographiegerätes. Um die Entstehung eine Blutergusses zu vermeiden, wird die Patientin anschließend mit einem Druckverband versorgt. Die entnommenen Gewebezylinder von 1,5 bis 2 cm Länge und 1 bis 2 mm Dicke werden von einem spezialisierten Pathologen untersucht. Abhängig von diesem Untersuchungsergebnis erfolgt das weitere Vorgehen bzw. die weitere Therapie. Die Stanzbiopsien können in unserer Abteilung ambulant durchgeführt werden.

Stereotaktische Biopsieuntersuchung der Brust

Die stereotaktische Biopsie-Einheit zum Mammomat 3000 (Mammographie-Gerät) erlaubt eine räumliche Lokalisation verdächtiger Herde in der Brust für eine Stanzbiopsie oder eine Drahtmarkierung. Die Brust wird komprimiert, die Patientin sitzt während der gesamten Untersuchung auf einen Stuhl mit Rückenlehne. Es werden kleine Röntgenaufnahmen angefertigt, die mit Hilfe eines Computers ausgewertet werden und der exakten Positionierung dienen. Anschließend wird nach örtlicher Betäubung fast schmerzfrei Gewebe entnommen bzw. eine Markierung mit einem Spezialdraht durchgeführt.
Die Untersuchung dauert ca. 30 min. Um die Entstehung eine Blutergusses zu vermeiden, wird die Patientin mit einem Druckverband versorgt.

Präoperative Drahtmarkierung der Brust

Falls ein verdächtiger Herd in der Brust nicht tastbar ist (d.h. er ist nur auf der Röntgenaufnahme bzw. dem Ultraschallbild zu sehen) muss dieser vor der Operation markiert werden, damit er bei der Operation überhaupt auffindbar ist. Unter Röntgen- oder Ultraschallsicht wird der Herd dargestellt, die Stelle lokal betäubt und ein dünner flexibler Spezialdraht über eine feine Nadel am Herd plaziert. Die Nadel wird im Anschluss entfernt. Der Draht verbleibt bis zur Operation und wird zusammen mit dem Herd vom Operateur entfernt.