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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
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Tel.: (030) 3035 - 3806
Fax: (030) 3035 - 3797
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Chefärztin

Dr. med. Kerstin Westphalen

PTA (Ballonangioplastie)

Die "Perkutane transluminale Angioplastie" (PTA) ist ein Standardverfahren zur Behandlung von arteriellen Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüssen. Sinngemäß bedeutet PTA, das durch die Haut (=perkutan), entlang des Gefäßverlaufs (=transluminal) eine Gefäßverformung (=Angioplastie) stattfindet. Mittels PTA können sowohl Engstellen (Stenosen) als auch Gefäßverschlüsse (Occlusionen) an verschiedenen Gefäßen bzw. Gefäßsystemen beseitigt werden. Die PTA kann erfolgen:

  • an den Becken- und Beinarterien
  • an den Nierenarterien
  • an den Armarterien
  • an der Hauptschlagader (Aorta)
  • an der Halsschlagader (A. carotis)

Mittels eines in die Arterie eingeführten Katheters mit einem Ballon an der Spitze, wird die Engstelle im Gefäß bzw. der Gefäßverschluss rekanalisiert und nachfolgend über den aufgeblasenen Ballon das Gefäßlumen aufgeweitet. Die Indikationsstellung zu derartigen Eingriffen erfolgt grundsätzlich nach interdisziplinärer Absprache. Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert ca. 30 - 60 Minuten.

PTA kombiniert mit Stentimplantation

Durch das gleichzeitige Einbringen eines so genannten "Stents" kann in vielen Fällen das Ergebnis der isolierten Ballonangioplastie bezüglich der Offenheitsrate über die Zeit verbessert werden.

Stents sind kleine "Maschendrahtgeflechte" aus verschiedenen Metall-Legierungen in Größenordnungen von ca. 4 - 12 mm Durchmesser und 15 - 100 mm Länge. Stents  werden ebenfalls in Kathetertechnik in das Gefäßlumen von innen eingebracht und verbleiben dauerhaft im Gefäß. Das Gefäß wird durch diese "innere Gefäßstütze" aufgehalten. In der Regel wird das Wiederauftreten einer Stenosierung oder eines Gefäßverschlusses dadurch verhindert.

Lokale Lysetherapie, Percutane Aspirations-Thrombektomie

Lokale Lysetherapie und percutane Aspirations-Thrombektomie kommen bei akuten Gefäßverschlüssen zum Einsatz. Frisch gebildete Gerinnsel können durch diese Verfahren entweder abgesaugt und/oder mittels Gabe eines Medikamentes direkt in die Arterie aufgelöst werden.
Beide Anwendungen werden in lokaler Betäubung (ohne Vollnarkose!) durchgeführt. Zwischenzeitlich ist jedoch in den meisten Fällen eine Überwachung des Patienten auf der Intensivstation erforderlich.

Applikation von Cava-Filter

Die perkutane Implantation von so genannten Cava-Filtern erfolgt bei weiterbestehender Embolisierungsgefahr nach vorausgegangenen wiederholten Lungenarterienembolien.

Embolisierungen

... erfolgen in Einzelfällen bei operativ nicht oder schlecht zugänglichen pathologischen Gefäßveränderungen wie:

  • arterio-venösen Shunts
  • Blutungen
  • nach Gefäßverletzungen