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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 3806
Fax: (030) 3035 - 3797
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Chefärztin

Dr. med. Kerstin Westphalen

Dopplersonografie und Duplexsonographie nehmen in der Gefäßdiagnostik eine zentrale Stellung ein. Durch ihren Einsatz kann in vielen Fällen auf eine invasive diagnostische Maßnahme verzichtet werden. Spektrum der Doppler- und Duplex-Sonographie in unserer Abteilung

  • Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Arterien und Dopplerdruckmessung
  • Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Venen / Krampfaderdiagnostik
  • Doppler- und Duplexsonographie der hirnzuführenden Gefäße
  • Doppler- und Duplexsonographie der intraabdominellen Gefäße
  • Beurteilung von Dialyse-Shunts
  • Beurteilung der A. temoralis superficialis

Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Arterien

Eine arterielle Durchblutungsstörung an den Beinen äußert sich häufig als sogenannte "Schaufensterkrankheit" (Claudicatio intermittens). Andere Symptome sind Missempfindungen und Kälte der Extremitäten. Ursächlich für die Durchblutungsstörungen sind Engstellen und Verschlüsse bedingt durch eine Arteriosklerose der Gefäße. Bei Vedacht auf eine gefäßbedingte Ursache der Beschwerden wird zunächst die Doppler- und Duplexsonographie als nichtinvasive und nicht belastende Untersuchung durchgeführt.

Zu Beginn der Untersuchung wird zunächst der Blutdruck am Bein (oberhalb des Knöchels) und am Arm des Patienten gemessen. Dieses Druckverhältnis gibt einen ersten Hinweis auf krankhafte Gefäßveränderungen.

Gefäßgesunder Patient
Verhältnis Blutdruck Knöchel : Blutdruck Arm ist größer oder gleich 1

Gefäßkranker Patient
Verhältnis Blutdruck Knöchel : Blutdruck Arm ist kleiner als 1

Bei hochgradigen Gefäßveränderungen mit entsprechend schwerer klinischer Symtomatik erfolgt eine weiterführende Diagnostik mittels Angiographie. Anderenfalls kann bei dem Patienten auf diese invasive Untersuchungsmethode verzichtet werden.

Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Venen

Indikation für diese Untersuchung ist zum einen die venöse Thrombose, d.h. der Verschluss einer Vene durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Die Patienten klagen dabei über plötzliche Schwellung, Spannung und Schmerzen des Beines.

Eine weitere Indikation für die Duplexsonographie der Venen ist die Varikose (Krampfaderleiden).

Die Venen der Beine sind mit Venenklappen besetzt, die den Rückfluss des Blutes in die Beine entsprechend der Schwerkraft verhindern. Verschiedene Ursachen können zu einer Funktionsuntüchtigkeit dieser Klappen führen, es resultiert eine venöse Insuffizienz. Man unterscheidet ein tiefes, mit den Arterien verlaufendes Venensystem von einem oberflächlichen, unter der Haut gelegenen System. Beide Systeme sind miteinander über die sogenannten Perforansvenen verbunden. Es können sowohl Insuffizienzen des tiefen und des oberflächlichen Systems als auch der Perforansvenen bestehen. Symptome der venösen Insuffizienz sind Schwellung und Schwere der Beine (vor allem abends oder nach längerem Stehen oder Sitzen), oberflächliche Krampfadern, offene Beine. Unklare Befunde können weiterführend mittels Phlebographie geklärt werden.

Doppler- und Duplexsonographie der hirnzuführenden Gefäße

Indikation für diese Untersuchung sind Symptome wie Schwindel, Sehstörungen und Ohrgeräusche, vorübergehende oder bleibende Zeichen eines Schlaganfalls und bestehende Risikofaktoren für Gefäßveränderungen wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen. Zu den hirnzuführenden Gefäßen zählen die Halsschlagader ( A. carotis communis) , die sich in 2 Äste gabelt, ein Ast zur Versorgung des Gehirns (A. carotis interna) und ein Ast zur Versorgung des Gesichts (A. carotis externa), sowie die A. vertebralis, die entlang der Wirbelsäule zum Gehirn zieht.

Nichtinvasiv kann hier eine erhöhte Schlaganfallgefährdung auf Grund von Veränderungen an den Halsgefäßen sicher diagnostiziert werden.

Zu den risikobehafteten Veränderungen gehören

  • Gefäßverschlüsse und Gefäßstenosen (Gefäßverengung)
  • bestimmte Arten von Gefäßwandauflagerungen (sogenannte "weiche Plaques"), auch ohne Bestehen einer Gefäßstenose
  • Aneurysmen (krankhafte, örtlich begrenzte Erweiterung einer Schlagader)
  • Gefäßanomalien

Im Falle des Bestehens derartiger Veränderungen ist eine weitere Abklärung mittels der Computertomographie, Magnetresonanztomographie bzw. der Angiographie erforderlich.

Doppler- und Duplexsonographie der intraabdominellen Gefäße

Beurteilt werden können z.B.

  • die Aorta abdominalis (Bauchschlagader)
  • die Nierenarterien
  • die Eingeweidearterien (Arteria mesenterica superior)
  • die Pfortader (Vena portae)

Wandverkalkungen und krankhafte Erweiterungen (Aneurysmen) sind die häufigsten arteriosklerotischen Veränderungen der Hauptschlagader (Aorta). Diese verursachen meist keine Beschwerden und bleiben daher unentdeckt. Große Aneurysmen können tastbar sein. Die Gefahr bei Aortenaneurysmen besteht in einer Ruptur, die ohne sofortige Therapie in kürzester Zeit zum Tode führen kann. Die morphologische Beurteilung der Bauchschlagader ist mitttels Duplexsonographie gut möglich. Bei Unklarheiten kann eine Computertomographie bzw. eine 2D- und 3D-CT-Angiographie (virtuelle Angiografie) erfolgen.

Die Nierenarterienuntersuchung ist eine wichtige Untersuchung zur Abklärung eines Bluthochdruckes (arterieller Hypertonus), weil eine Durchblutungsstörung der Niere (durch Verengung oder Verschlüsse der Nierenarterien) Ursache eines solchen sein kann.

Die Pfortader kann ebenfalls duplexsonographisch gut dargestellt werden. Dies ist z.B. erforderlich bei der Leberzirrhose (Pfortaderhochdruck mit Ösophagusvarizen=Speiseröhrenkrampfadern), bei Thrombosen der Pfortader und vor Leberteilresektionen.