Suche

Kontakte

DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 3806
Fax: (030) 3035 - 3797
E-Mail Kontakt

Chefärztin

Dr. med. Kerstin Westphalen

Was bedeutet der Begriff Computertomographie?

Die Computertomographie (CT) müßte eigentlich Röntgen-Computertomographie heißen. Sie ist eine Röntgenuntersuchung unter Zuhilfenahme eines Computers. Tomographie bedeutet Darstellung in Scheiben, in diesem Fall Schichten des Körpers. Man macht sich die unterschiedliche Durchlässigkeit verschiedener Körpergewebe für Röntgenstrahlen zunutze. Je dichter ein Gewebe ist, desto schlechter läßt es die Strahlen hindurch. So kann man z.B. Knochen, Luft (in der Lunge), Wasseransammlungen im Körper und im Weichgewebe unterscheiden: Sie erscheinen in unterschiedlichen Grautönen. Auch Veränderungen im Gewebe wie Entzündungen, Tumoren, Fehlbildungen und Blutungen lassen sich vom umliegenden Gewebe unterscheiden.

Was kann mit der Computertomographie (CT) untersucht werden?

Die CT liefert von nahezu allen Körperregionen und Geweben gute Bilder. In Gehirn sind z.B. Blutungen oder Veränderungen nach Schlaganfall gut zu diagnostizieren. Außerdem sind Knochendichtemessungen, Darstellungen von Knochenbrüchen und andere Spezialverfahren möglich.
Anwendungsbereiche in der Diagnostik von Krebserkrankungen sind v.a. die Darstellung des Gehirns sowie des Brust- und Bauchraums (Leber, Bauchspeicheldrüse, Bauchgefäße, Nieren und Nebennieren, Gebärmutter, Veränderungen der Eierstöcke). Auch im Rahmen der Nachuntersuchungen bei verschiedenen Krebserkrankungen kann ein CT sinnvoll sein, wenn der Verdacht auf erneutes Tumorwachstum abgeklärt werden soll.

Wie geht eine CT-Untersuchung vor sich?

Ein CT-Gerät ist groß und benötigt einen eigenen Raum. Das Gerät wirkt wie ein breiter Ring, durch den der Patient auf einer Liege geschoben wird. Für die Dauer der Untersuchung, normalerweise wenige Minuten, liegt der Patient in der Öffnung und hat über eine Gegensprechanlage Kontakt mit den untersuchenden Ärzten und Assistenten. Die meisten Untersuchungen werden unter Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels in die Armvene durchgeführt.

Wie funktioniert ein Computertomograph?

Die Röntgenröhre, die einen feinen, fächerförmigen Strahl aussendet, bewegt sich kreisförmig um die runde Öffnung des Gerätes. Bei modernen Spiralcomputertomographen (wie auch bei uns) wird der Patient kontinuierlich in wenigen Sekunden durch das Gerät geschoben. Dabei dringen die Röntgenstrahlen von allen Seiten durch den Körper und werden durch die zu untersuchenden Gewebe unterschiedlich geschwächt. Der Röntgenröhre gegenüber liegen Empfangsgeräte/Detektoren, die die Schwächung der Röntgenstrahlung messen und die Daten an einen Computer weiterleiten. Ein hochleistungsfähiger Rechner rekonstruiert über komplizierte mathematische Verfahren aus der örtlichen, projektionsspezifischen Schwächung der Strahlung ein Graustufenschnittbild der untersuchten Körperschicht. Diese Bilder werden dann auf Laserfilme, Papier oder andere Speichermedien übertragen. Nach der Untersuchung können mit Hilfe der Computerbearbeitung zwei- oder sogar dreidimensionale Bilder von allen Körperregionen erstellt werden. Die Hauptarbeit der Radiologen beginnt erst nach der Untersuchung. Dazu zählt die Bildanalyse, Bildbearbeitung, Befunderstellung, Vergleich mit Vorbefunden bzw. Voraufnahmen.

Spezialverfahren

  • Dreidimensionale (3D) Darstellungen z.B. von Frakturen zur Operationsvorbereitung
  • 3D-Angiographien ( Bauchaorta, Halsschlagader, Hirngefäße)
  • Virtuelle Endoskopie / Colonoskopie
  • Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
  • Cerebrale Perfusions-CT-Untersuchungen im Rahmen der akuten Schlaganfalldignostik mit Auswertung durch Spezialprogramme
  • CT-gestütze Punktionen bzw. Entnahmen von Gewebeproben
  • CT-gestützte Schmerztherapie (Plexusblockaden, Facettbehandlung, Nervenwurzelbehandlung, Sympathikolysen)