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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Institut für diagnostische
und interventionelle Radiologie

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Wegbeschreibung

Tel.: (030) 3035 - 3806
Fax: (030) 3035 - 3797
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Chefärztin

Dr. med. Kerstin Westphalen

Perfusions-Computertomographie

Die Perfusions-Computertomographie ist eine Spezialuntersuchung zur Früherkennung eines Schlaganfalls. Dieses Spezialverfahren steht allen Akut-Patienten rund um die Uhr zur Verfügung. Interdisziplinär erfolgt die Befundbesprechung und ggf. eine Übernahme des Patienten auf die Stroke Unit im Hause (Schlaganfallintensivstation). Die Akutbehandlung von Schlaganfall-Patienten erfolgt in Köpenick unter Leitung der Neurologen im Team mit Kardiologen, Angiologen, Intensivmedizinern, Gefäßchirurgen und Radiologen.

Warum ist eine Früherkennung wichtig? Wo liegt das Problem?
In den meisten Fällen (ca. 70% aller Schlaganfälle) führt ein Blutgerinnsel zum Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn. Das betroffene, d.h. nicht mehr durchblutete Hirnareal ist vom Untergang bedroht, wenn das Gerinnsel nicht aufgelöst werden kann. Es bleiben ca. 6 Stunden Zeit nach Auftreten des Schlaganfalles bis zum unwiederbringlichen Verlust des betroffenen Hirngewebes. Eine der entscheidenden Hürden ist die Erkennung der Durchblutungsstörung mit der herkömmlichen Computertomographie, da die sichtbaren Veränderungen meist erst jenseits der ersten 6 Stunden nachweisbar sind!

Wie kann dieses Problem gelöst werden?
Hier stellt die Perfusions-CT einen großen Fortschritt dar. Mit Hilfe einer speziellen Zusatz-Software kann die Durchblutungsstörung unmittelbar nach ihrem Auftreten (!) farblich eindeutig identifiziert werden. Dies verbessert die bisherige Akut-Schlaganfall-Diagnostik - die Diagnostik einer Hirndurchblutungsstörung ist jetzt ohne jeden Zeitverzug direkt nach Eintritt des Schlaganfall-Ereignisses möglich!

Wie funktioniert die Perfusions-Computertomographie?
Direkt im Anschluss an die herkömmliche Computertomographie des Schädels wird über eine Armvenenverweilkanüle nichtionisches Kontrastmittel injiziert und in einer zweiten Untersuchung dessen räumliche und zeitliche Verteilung im Gehirn aufgezeichnet. Die Auswertung dieser Rohdaten erfolgt binnen ca. 2-3 Minuten mit Hilfe einer Spezial-Software auf einem separaten PC. Weitere 2-3 Minuten dauert die Auswertung der Bilder - dann steht die Diagnose fest.

Wo wird diese Spezialuntersuchung durchgeführt?
Weil es sich um ein sehr junges Verfahren handelt, steht es derzeit noch nicht flächendeckend in Berlin zur Verfügung.

Virtuelle Endoskopie

Mittels dieser Methode kann eine Endoskopie des Dickdarmes oder eineBronchoskopie simuliert werden. Aus Computertomographie-Bildern wird ohne zusätzliche Strahlenbelastung für den Patienten eine dreidimensionale Simulation einer Endoskopie mittels einer Hochleistungs-Workstation berechnet. Dargestellt werden können mit dieser Methode Polypen, Tumoren und auch entzündliche Darmwandveränderungen. Das Bild einer virtuellen Endoskopie ist dem "Originalbild" der herkömmlichen Endoskopie sehr ähnlich. Mit dieser Methode können vor allem auch Darmabschnitte dargestellt werden, die dem Endoskop aufgrund von Stenosen oder Abwinkelungen im Darmlumen nicht zugänglich sind.

Videosequenzen

Virtuelle Angiographie und Angioskopie

Ähnlich wie in der virtuellen Endoskopie wird hier durch eine rein computergestützte Bearbeitung der Original-Computertomographie-Bilddaten eine dreidimensionale Rekonstruktion von Gefäßstrukturen ermöglicht. Dies ist z.B. möglich für die Hauptschlagader (Aorta), die Nierenarterien und die Halsgefäße.
Verschiedene Nachbearbeitungsmöglichkeiten bieten einen Blick auf das Gefäß "von außen". Andererseits kann das Gefäß computertechnisch "aufgeschnitten" werden und man erhält einen Blick wie durch ein Gefäß-Endoskop. Diese Nachbearbeitung erfolgt nach der eigentlichen CT-Untersuchung des Patienten. Weder die Untersuchungszeit, noch die Strahlendosis oder auch die erforderliche Kontrastmittelmenge werden - im Vergleich zur "herkömmlichen" CT-Untersuchung - erhöht.

Diese Methoden setzen sich, in Kombination mit den funktionellen und hämodynamischen Aussagen der Farbduplexsonographie, zunehmend in der Diagnostik von Gefäßveränderungen durch und ersetzen schon jetzt zum Teil die invasive Angiographie.

CTA (CT-Angiographie)

Darstellung der Arterien des Körpers und Kopfes im CT. Durch ein 64 Zeilen Gerät können diese Gefäße ohne Katheterisierung dargestellt werden. In den meisten Fällen lässt sich dadurch ein interventioneller diagnostischer Eingriff vermeiden.

MRA (MR-Angiographie)

Auch mit diesem Verfahren können wir Gefäße ohne Katheter darstellen. Es wird in jedem Einzelfall entschieden, welches  das beste und für den Patienten schonendste Verfahren ist.

Knochendichtebestimmung (Osteodensitometrie)

Die Osteodensitometrie (quantiative CT, QCT) ist ein Spezialverfahren der Computertomographie zur Bestimmung der Knochendichte (Mineralsalzgehalt) im Rahmen der Osteoporosediagnostik und -therapie. Sie ist schnell und mit geringer Strahlendosis durchführbar. Kontrastmittel wird nicht benötigt.
Die Messung erfolgt an den ersten drei Lendenwirbelkörpern. Eine spezielle Software errechnet dann den mittleren Mineralsalzgehalt und stellt diese im Vergleich zu altersbezogenen Referenzwerten graphisch dar.

Arthro-Computertomographie (Schulter)

Die Arthro-Computertomographie ist eine Untersuchung, die ausschließlich vor einem geplanten operativen Eingriff an der Schulter in Kooperation mit der Unfallchirurgischen Klinik im Hause durchgeführt wird. Es handelt sich dabei um eine Kombination einer konventionellen Arthrographie (Röntgenkontrastdarstellung von Gelenkhöhlen) mit der Computertomographie. Über eine dünne Nadel wird das Schultergelenk nach lokaler Betäubung punktiert und etwas Kontrastmittel bzw. Luft appliziert. Danach erfolgt dann die eigentliche computertomograpische Untersuchung mit allen Möglichkeiten der multiplanaren und dreidimensionalen Rekonstruktionen.
Dauer der Untersuchung: ca. 30 Minuten.

Vertebroplastie

Die Vertebroplastie ist ein neues Verfahren zur Schmerztherapie bei osteoporotischen Wirbelsäulenveränderungen. In den zusammengebrochenen Wirbelkörper wird mittels einer Kanüle stabilisierender Knochenzement eingebracht. Unter computertomographischer Kontrolle erfolgt die Injektion von Knochenzement direkt in den bzw. die osteoporotischen Wirbelkörper. Ein weiterer Wirbelkörperzusammenbruch wird hierdurch verhindert bzw. hinausgezögert und die Schmerzsymptomatik an der Wirbelsäule gelindert. Auch dieses Verfahren ist sehr jung und wird noch nicht flächendeckend angewendet.