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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Gefäß-Kompetenzzentrum Berlin

Leiter Dr. med. Günay Kalender

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Klinik für vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie

Chefarzt Dr. med. Günay Kalender

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Klinik für Innere Medizin – Schwerpunkt Angiologie und Diabetologie

Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med.
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Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie

Chefärztin Dr. med.
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Carotisstenose

Bei einer Carotisstenose handelt es sich um eine Verengung der Halsschlagader (Carotis), die in den meisten Fällen durch Ablagerungen in der Wand der Blutgefäße (Arteriosklerose) entsteht. Sie ist eine häufige Schlaganfallursache und kann mit einer Duplexsonographie leicht erkannt werden, gelegentlich auch schon beim Abhorchen. Die wichtigsten Risikofaktoren für eine Carotisstenose sind Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, erhöhte Blutfette und Diabetes (Zuckerkrankheit). Hinsichtlich Vorsorge und Behandlung einer Carotisstenose beraten wir Sie in unserem Gefäßzentrum gerne.

Wie kann man der Carotisstenose vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung der Carotisstenoseliegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig. Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv auf die Vermeidung einer Carotisstenose und damit eines Schlaganfalles aus, sondern minimiert auch das Risiko für einen Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen der Beine (Schaufensterkrankheit).

Wie macht sich eine Carotisstenose bemerkbar?

Die Verengung der Halsschlagader kann über viele Jahre keine Symptome verursachen. Diese treten meistens erst bei hochgradiger Einengung der Carotis mit starker Beschleunigung und Verwirbelung des Blutflusses und deutlich verkleinertem, durchströmten Gefäßdurchmesser auf. Typische Vorboten eines Schlaganfalles sind vorübergehende Sehstörungen, Sprach- oder Sprechstörungen, einseitige Lähmungen oder Gefühlsstörungen. Diese oft nur minutenlangen Episoden werden häufig fehlgedeutet oder bagatellisiert.

Tatsächlich droht aber in diesen Fällen ein Schlaganfall mit mehr oder weniger ausgeprägten, bleibenden neurologischen Ausfällen wie z. B. Halbseitenlähmung oder dem kompletten Verlust der Sprache, so dass hier rasch gehandelt werden muss.

In vielen Fällen kommt es unmittelbar ohne derartige Vorboten zu einem Schlaganfall. Daher ist es wichtig, diejenigen Patienten rechtzeitig zu identifizieren, die wegen Ausmaß und/oder Beschaffenheit ihrer Carotisstenose ein erhöhtes Schlaganfallrisiko aufweisen, und sie einer operativen- oder Stentbehandlung zuzuführen.

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Die Halsschlagadern können wir mit Ultraschall in Form einer farbkodiereten Duplexsonographie einfach und schnell untersuchen. Dabei wird der Verlauf der Halsschlagadern auf Ablagerungen und Verengungen untersucht. Gleichzeitig kann der Grad der Engstelle/Stenose und die Beschaffenheit der Wandablagerungen mit sehr hoher Genauigkeit beurteilt werden.

Was kann man gegen die Carotisstenose tun?

Die operative Behandlung von Carotisstenosen bei Patienten mit neurologischen Symptomen (Vorboten eines Schlaganfalls bzw. bereits eingetretener Schlaganfall) ist der medikamentösen Behandlung (Blutplättchenhemmung, Fettsenker, Blutdrucksenker) weit überlegen. Dies wurde in mehreren wissenschaftlichen Studien eindeutig belegt. Daher ist in diesen Fällen ein operativer Eingriff dringlich anzuraten, da die betreffenden Patienten darüber hinaus ein erhebliches Risiko eines erneuten Schlaganfalles haben.

In manchen Fällen ist die Behandlung einer verengten Halsschlagader mittels Ballonaufdehnung und Gefäßstütze (Stent) empfehlenswert.

Bei einer zufällig festgestellten Verengung der Halsschlagader raten wir, je nach Ausmaß der Verengung und ihrer Beschaffenheit, unter Umständen zu einer Schlaganfall vorbeugenden Operation oder Stentbehandlung.

Bei geringer ausgeprägten Befunden wird zunächst die medikamentöse Behandlung überprüft und ggf. modifiziert sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen vereinbart, um eine Verschlechterung des Lokalbefundes rechtzeitig zu erfassen.

Bei der Operation werden die Ablagerungen vollständig aus der Halsschlagader ausgeschält. Routinemäßig wird dieser Eingriff in unserem Zentrum in örtlicher Betäubung vorgenommen.

Das Gefäß-Kompetenzzentrum Berlin ist auf die Behandlung der Carotisstenose spezialisiert und bietet alle klassischen und modernen Therapieverfahren an. Wir beraten Sie gerne und kompetent über die in Ihrem Fall am besten geeignete Behandlungsmethode.

Schaufensterkrankheit / pAVK

periphere arterielle Verschlusskrankheit

Die Schaufensterkrankheit ist weit verbreitet, bei jedem fünften über 65-Jährigen liegt bereits eine Verkalkung der Beinarterien vor. In Deutschland leiden ca. 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK. Die Hauptursache für die Schaufensterkrankheit ist eine Arterienverkalkung.

Die Arterienverkalkung wird vor allem durch folgende Risikofaktoren begünstigt:

  • Nikotinkonsum
  • zu hoher Blutdruck (Hypertonus)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Fettstoffwechselstörung – zu hoher Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)

Zur Vorbeugung und erfolgreichen Behandlung beraten wir Sie gerne.

Wie kann man der Schaufensterkrankheit vorbeugen?

Die beste und dauerhafteste Vorbeugung der Schaufensterkrankheit liegt in der konsequenten Reduzierung aller Risikofaktoren. Hier können Sie selbst am meisten für Ihre Gesundheit tun. Lassen Sie durch Ihren Hausarzt den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfette gut einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein, achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig. Eine Reduzierung der Risikofaktoren wirkt sich nicht nur positiv auf die Schaufensterkrankheit/ pAVK aus, sie senkt auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Wie macht sich die Schaufensterkrankheit bemerkbar?

Durchblutungsstörungen der Beine äußern sich meist durch einsetzende Wadenschmerzen beim Gehen und/oder Treppensteigen. Diese können bereits nach wenigen Metern oder aber auch nach mehreren hundert Metern Gehstrecke auftreten. In schwereren Fällen können diese Beschwerden bereits in Ruhe auftreten. Dies führt zur Unterbrechung der Nachtruhe, die Betroffenen lassen das schmerzende Bein aus dem Bett hängen, um dadurch eine Linderung der Beschwerden zu erfahren. Die schwerste Form der Arterienverkalkung führt zum Absterben von Gewebe, wodurch schwarze Zehen, Knöchel oder Fersen entstehen können. Hier ist Eile geboten, um eine größere Amputation zu vermeiden.

Wie stellt der Arzt die Diagnose fest?

Die Diagnose erfolgt zuerst durch die Untersuchung beim Hausarzt. Falls Auffälligkeiten beim Tasten oder Abhören der Pulse mit dem Stethoskop auftreten, wird eine Ultraschalluntersuchung beim Gefäßspezialisten erforderlich. Das Ergebnis dieser Ultraschalluntersuchung entscheidet über die weiteren Schritte. In manchen Fällen folgt eine Computertomographie (CT-Angiographie), eine Kernspintomographie (MR-Angiographie) der Gefäße oder eine direkte Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel über ein kleines Kunststoffröhrchen, das in die Leistenschlagader eingebracht wird (wie bei einer Herzkatheteruntersuchung).

Was kann man medizinisch gegen die Schaufensterkrankheit tun?

Im Anfangsstadium kann mit Medikamenten und Gefäßtraining versucht werden, die Durchblutung zu fördern. Im fortgeschrittenen Stadium muss die Durchblutung meistens durch einen Eingriff wieder hergestellt werden. Hierzu gibt es verschiedene Methoden wie die Gefäßaufdehnung mit oder ohne Stent (Gefäßstütze), die Kalkausschälung und Erweiterungsplastik oder die Anlage eines Bypasses. Welche Behandlung am besten ist, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und dem Ort der Gefäßverengungen ab. Das Gefäßzentrum Berlin-Mitte ist auf die Behandlung der Schaufensterkrankheit/ pAVK spezialisiert und bietet alle klassischen und modernen Therapieverfahren an. Wir beraten Sie über die in Ihrem Fall am besten geeignete Behandlungsmethode.

Diabetisches Fußsyndrom

Der sogenannte diabetische Fuß ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, der „Zuckerkrankheit“. Diese greift über Jahre hinweg die Blutgefäße und ihre Endstrecken im Gewebe sowie die Nerven in den Beinen und Füßen an. Sowohl die Durchblutung als auch das Schmerzempfinden sind beeinträchtigt. Deshalb treten vermehrt und oft zunächst unbemerkt Verletzungen auf, die sich entzünden können und aufgrund der schlechten Durchblutung sehr viel langsamer heilen, als beim Gesunden. Mediziner sprechen dann vom diabetischen Fußsyndrom.

Eine bereits lange Diabeteskrankheitsdauer, hohe Blutzuckerwerte und vielfach auch ungeeignetes Schuhwerk fördern die Entstehung des Diabetischen Fußsyndroms. Wir beraten Sie gerne über Vorbeugung und Behandlung des Diabetischen Fußsyndrom.

Wie kann man dem diabetischen Fußsyndrom vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung des diabetischen Fußsyndroms betreffen alle Menschen mit Diabetes und mit eingeschränkter Empfindung (Neuropathie) oder Durchblutung.

Allgemein sollten Sie folgendes beachten:

  • sorgfältige, möglichst professionelle Haut- sowie Nagel- und Schwielenpflege
  • grundsätzlich nicht barfuß laufen
  • die Füße gut abtrocknen – damit keine Feuchtigkeit zurückbleibt,
  • passendes Schuhwerk – ausreichend weit und weich
  • einmal täglich Kontrolle der Haut auf Druckstellen und kleine Verletzungen

Die beste Vorbeugung gegen ein diabetisches Fußsyndrom ist ein über Jahre hinweg gut eingestellter Blutzuckerstoffwechsel.

Wie macht sich ein diabetischer Fuß bemerkbar?

Die Beschwerden beim diabetischen Fuß sind unterschiedlich. Meistens können durch die Schädigung der peripheren Fußnerven Schmerzen nicht mehr wahrgenommen werden.

Die Folge ist, dass (kleine) Verletzungen nicht gefühlt und verbunden werden und sehr schnell Entzündungen entstehen. Die bei Diabetikern sehr häufige Arteriosklerose führt gleichzeitig zu Verengungen der Blutgefäße (Stenosen) und zu Durchblutungsstörungen der Beine und Füße. Das Gewebe wird unzureichend mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und die Wunden heilen nur schlecht. Es kommt zunehmend zu Beschwerden beim Gehen und zu Fehlbelastungen des Fußskelettes, die zu schweren Verformungen führen können.

Im schlimmsten Fall droht das Absterben des Gewebes und die Amputation von Teilen des Fußes oder sogar des Beines. Als Diabetiker sollten Sie auch kleinste Wunden und Entzündungen an Fuß oder Unterschenkel Ihrem Arzt zeigen.

Beim Auftreten von Schmerzen beim Gehen sollten Sie unbedingt einen Arzt aussuchen und Ihre Gefäße auf Engstellen untersuchen lassen. Diese Untersuchungen sind vollkommen ungefährlich und schmerzlos.

Stellen Sie Ihre Blutzuckerwerte möglichst genau ein. Achten Sie auf gesunde Ernährung und Bewegung.

Was kann man gegen einen diabetischen Fuß tun?

Das wichtigste Therapieziel ist es, den Fuß funktionstüchtig zu erhalten und Amputationen zu vermeiden. Wunden bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit und es braucht oft viel Geduld, um sie vollständig zur Abheilung zu bringen. Dabei helfen uns:

  • konsequente Druckentlastung
  • phasengerechte Versorgung mit modernen Wundauflagen
  • mechanische Säuberung der Wunde von Belägen
  • Verbesserung der Durchblutung durch konsequente kathetergestützte oder operative Behandlung verengter Bein- und Fußarterien
  • optimale Blutzuckereinstellung

Das Gefäß-Kompetenzzentrum Berlin ist auf die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms spezialisiert und bietet alle modernen Diagnostik- und Therapieverfahren an.