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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Darmzentrum Treptow-Köpenick

Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Wegbeschreibung

Telefon: (030) 3035 - 3151
Telefon: (030) 3035 - 3853
Fax: (030) 3035 - 3328 
E-Mail Kontakt

Leiter des Darmzentrums

Prof. Dr. med. Matthias Pross
Prof. Dr. med. Stefan Kahl

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AUSZEICHNUNG

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Prävention / Vorsorgeuntersuchung

Die Prävention umfasst alle Maßnahmen, die der Vorbeugung eines Darmkrebses dienen.
Es konnte gezeigt werden, dass eine gesunde Lebensweise auch Prävention bedeutet.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass aus gutartigen Darmtumoren, wie Polypen und Adenome, im zeitlichen Verlauf Darmkrebs entsteht. Aus diesem Grund ist die Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung von immenser Wichtigkeit!

Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für die Entartung solcher Polypen. Die Polypen können in der Regel endoskopisch entfernt werden.

Im Falle einer familiären Belastung erfolgt die Darmspiegelung zu einem individuell bestimmten Zeitpunkt.

Die Vorsorgespiegelung wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Bei Beschwerden (Symptome) und einer Überweisung ihres Hausarztes werden Sie die notwendigen Untersuchungen erhalten. Die beiden wichtigsten Untersuchungen sind die Spiegelung des Dickdarmes und eine Ultraschalluntersuchung.
Alle notwendigen Untersuchungen können im Netzwerk des Darmzentrums ambulant oder stationär durchgeführt werden.

Beschwerden/Symptome

Häufig beschriebene Symptome für Darmtumore sind

  • Stuhlunregelmäßigkeiten (immer wieder Wechsel der Stuhlkonsistenz)
  • Blutauflagerungen bzw.-beimengungen im Stuhl
  • unklare Blutarmut
  • Schmerzen im Bauchraum
  • Allgemeinsymptome wie ein Leistungsknick, Gewichtsabnahme und eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes

Diagnostik

Die sicherste Diagnostik stellt die Dickdarmspiegelung dar. Hier kann in auffälligen Bereichen eine Gewebeprobe entnommen werden, die dann feingeweblich analysiert wird.

Sollte hier festgestellt werden, dass es sich um einen Darmkrebs handelt, wird der Bauch (Abdomen) durch Ultraschall oder ein Computertomogramm und die Lunge durch eine Röntgenuntersuchung oder ein Computertomogramm auf Metastasen (Streukrebs) untersucht.

Außerdem können besondere Blutuntersuchungen erfolgen, in denen so genannte Tumormarker bestimmt werden. Für den Darmkrebs sind diese Marker weniger für die Diagnose, sondern mehr für eine Verlaufsbeurteilung wichtig.

In unserem Darmzentrum werden die Untersuchungen durch den Koordinator des Darmzentrums geplant und organisiert.
Die Spezialuntersuchungen können alle im Netzwerk des Darmzentrums Treptow-Köpenick, je nach Allgemeinzustand des Patienten und Umfang der Untersuchungen, ambulant oder stationär erfolgen.

Therapie

Es gibt drei Säulen der Behandlung

  1. Operation
  2. Chemotherapie
  3. Bestrahlung

 
Den Umfang und die Reihenfolge ihrer Anwendung zu bestimmen ist eine Entscheidung, die im Rahmen einer Tumorkonferenz getroffen wird.


1. Die Operation mit Entfernung des Tumors

  • bei Dickdarmkrebs: Entfernung des Dickdarmanteils in dem sich der Tumor befindet (rechtsseitiger oder linksseitiger Dickdarm und/oder Querdarm) und dem dazugehörigen Lymphgewebe.
  • bei Mastdarmkrebs: Entfernung des Mastdarms (Rektumresektion) bis zur Entfernung des Enddarms und dem dazugehörigen Lymphgewebe.

Dieser Teil der Behandlung wird in der Klinik für Chirurgie durchgeführt. Die Operationsstrategien unterscheiden sich je nach Erkrankung und Lokalisation des Tumors und können zum Teil minimalinvasiv in Form von Schlüssellochchirurgie oder transanaler chirurgischer Behandlung durchgeführt werden. Jede Operation wird für den einzelnen Patienten mit dem diagnostizierten Tumorstadium angepasst.

Hervorzuheben sind auch die Möglichkeiten von ausgedehnten mutiviszeralen Eingriffen bei fortgeschrittenen Erkrankungen oder bei erneutem Tumorwachstum. Dies beinhaltet auch die operative Entfernung von Metastasen sowie die Möglichkeit der intraoperativen Radiofrequenzablation (Abtöten der Metastasen). Sämtliche Operationsverfahren werden nach modernsten Empfehlungen und Leitlinien  durchgeführt.

 

2. Die Bestrahlung ist Teil vieler Therapiekonzepte des Mastdarmkrebses.

Dabei wird gezielt der Darmabschnitt bestrahlt, in dem sich der Tumor befindet. Durch die Bestrahlung kann die Anzahl der schließmuskelerhaltenden Operationen erhöht sowie die Entstehung eines erneuten Tumorwachstums verhindert werden.

Die Bestrahlung erfolgt ambulant in der Praxis für Strahlentherapie und Radioonkologie Helle-Mitte, die Partner des Darmzentrums Treptow-Köpenick ist.


3. Die Chemotherapie

Die Medikamente, die bei der Chemotherapie gegeben werden, heißen Zytostatika (Zellwachstumshemmer) oder Antikörper. Diese Medikamente bremsen besonders das Wachstum von entarteten, bösartigen Zellen. Sie können aber auch gesunde Zellen angreifen. Es ist möglich, dass Nebenwirkungen unter der Chemotherapie auftreten, diese werden durch Zusatzmedikamente behandelt.

Die Chemotherapie wird entweder in Tablettenform oder als Infusion in die Vene verabreicht. Sollte die Chemotherapie über die Vene verabreicht werden, muss hierzu in bestimmten Fällen eine spezielle Kammer (Port) unter die Haut eingesetzt werden, dies erfolgt ambulant im Ambulanten Operationszentrum der DRK Kliniken Berlin | Köpenick.

Ein weiterer neuer Ansatz in der Behandlung sind Antikörper, die in den Stoffwechsel der Zellen eingreifen und zum Beispiel die Ausbildung von Blutgefäßen im Tumor verhindern oder das Wachstum hemmen.
Bei einer Bestrahlung und Chemotherapie wird unterschieden, ob sie vor der Operation (neoadjuvant) oder nach der Operation (adjuvant) erfolgt.

Nachsorge

Was passiert nach der Entlassung aus dem Krankenhaus?
Der Patient kann nach der Erstdiagnose einer Krebserkrankung eine Rehabilitationskur in Anspruch nehmen. Diese und andere Fragen des sozialen Lebens nach der Krebsbehandlung werden gemeinsam mit dem Patienten und den Angehörigen sowie dem Sozialdienst im Darmzentrum Treptow-Köpenick besprochen, geplant und organisiert.


Wie gestaltet sich die Nachsorge?
Ist die Behandlung abgeschlossen, erfolgt die Nachsorge in der Regel über mehrere Jahre. Hier sollen mögliche Rückfälle (Rezidive) oder Metastasen (Streukrebs) frühzeitig erkannt und behandelt werden. Diese Nachsorge wird gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt und dem Koordinationszentrum des Darmzentrums organisiert. Spezialuntersuchungen werden im Netzwerk des Darmzentrums Treptow-Köpenick durchgeführt.