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DRK Kliniken Berlin | Köpenick

Salvador-Allende-Straße 2 – 8
Haupteingang (Eingang Nord): Müggelschlößchenweg
12559 Berlin
Wegbeschreibung
Lageplan

Tel.: (030) 3035 - 3000
Fax: (030) 3035 - 3320
E-Mail Kontakt

Ärztliche Leitung

Prof. Dr. med. Matthias Pross

Pflegedienstleitung

Astrid Weber

Kaufmännische Leitung

Cornelius Held

Bauarbeiten im Müggelschlößchenweg

Aufgrund von Bauarbeiten wird der Müggelschlößchenweg bis Ende August 2017 zur Einbahnstraße.

Die Zufahrten zum Klinikgelände und den Parkplätzen kann weiterhin genutzt werden.

Beim Verlassen muss das Klinikgelände über die Erwin-Bock-Straße in Richtung Müggelheimer Damm umfahren werden.

Qualität verstehen und leben

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Gelegenheit für einen Rückblick:

Am 3. Januar 1914 weihte die Stadt Cöpenick (damals noch mit C geschrieben) das Krankenhaus ein. In nur zweijähriger Bauzeit war die neue Heilstätte, in die der zuständige Landkreis Teltow insgesamt 1.847.000 Reichsmark investierte, entstanden. Am Tag der Eröffnung traten elf Ärzte und 30 Schwestern ihren Dienst an. Es gab ein Hauptgebäude mit Bettensälen für zunächst 149 Betten, Operationsräume, Röntgensaal, Apotheke, Hörsaal, Verwaltungen, Wohnungen für Ärzte und Schwestern sowie ein Ärztecasino.

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Während des Ersten Weltkrieges wurden die Bettenkapazitäten aufgestockt und die Klinik zum Lazarett umfunktioniert. 1924 fand der erste Trägerwechsel des Krankenhauses statt. Es wechselte aus der Verantwortung des Landkreises Teltow in die der Berliner Stadtverwaltung. Am 3. März 1925 fährt die erste Straßenbahn zum Krankenhaus Köpenick. Zum zweiten Mal in seiner Geschichte wird das Krankenhaus Köpenick zum Lazarett – in der Zeit des Faschismus. Während der Köpenicker  Blutwoche im Jahr 1933 wurden viele der verfolgten Opfer der SA von dem Ärztlichen Leiter des Kreiskrankenhauses, Dr. Reinhold Hinz, versorgt.

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In den Kriegsjahren herrschte höchste Sparsamkeit im Krankenhaus. Sogar angeknabberte Schnabeltassen wurden nachgeschliffen. 1944 gab es fast täglich Luftangriffe. Am 21. Juli wurde das Krankenhaus Köpenick getroffen. Auch in diesen Tagen bewiesen die Ärzte und Schwestern persönlichen Einsatz und retteten Menschenleben im Operationssaal.

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Die Nachkriegszeit stand im Zeichen des Wiederaufbaus. Zu DDR-Zeiten entstanden neue Wohnkomplexe und Polikliniken. Im Volksmund wurden die Ambulatorien als „Hustenkonsum“ bezeichnet. Zugleich wanderten immer mehr Ärzte in den Westen ab. Die Mauer, die Ost und West fortan trennte, wurde gebaut.

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1978: Inzwischen arbeiteten 620 Mitarbeiter im Krankenhaus, 10.300 Patienten wurden stationär und mehr als 9.000 ambulant jährlich versorgt.
Zwischen Modernisierung, Mangel und Mauerfall  bewegten sich die Jahre 1984 bis 1991. Im neuen Bettenhaus wurden weitere Stationen bezogen, die Poliklinik bekam mehr Platz auf vier Etagen mit 13 Fachgebieten, die Geburtshilfe erhielt einen modernen Kreißsaal.

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Das Krankenhaus wurde modernisiert und erweitert. 1966 wurde der Operationstrakt modernisiert, die Röntgenabteilung erweitert, eine neue Sterilisationsabteilung in Betrieb genommen. Später kam noch ein neues Bettenhaus hinzu. Noch bis in die 70er Jahre trugen die Schwestern die typischen weißen Häubchen. Ein Schwesternkongress hatte schließlich beschlossen, die Schwesternhauben abzuschaffen. Doch die älteren Schwestern hingen an dem Berufssymbol. Junge Schwestern dagegen ließen sich die Haare raspelkurz schneiden, um die Falthauben nicht mehr tragen zu müssen.

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1989 begann die DDR sich aufzulösen. Die Abwanderung des medizinischen und ärztlichen Personals nahm bedrohliche Züge an. Wegen des personellen Aderlasses mussten zum Teil Soldaten aus Sanitätsabteilungen der NVA im Krankenhaus eingesetzt werden.

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Das Krankenhaus am Rande der Stadt erlebte eine Zeiten-Wende nach der Wende. Die DRK-Schwesternschaft Berlin e.V. übernahm das Krankenhaus 1992. Es war damit das erste Krankenhaus im ehemaligen Ostteil Berlins, das in eine gemeinnützige Trägerschaft überführt wurde. Für das Krankenhaus begann eine neue Ära des Aufbruchs. Das ambulante Operationszentrum der Allgemein- und Unfallchirurgie sowie der Gynäkologie wurde eröffnet. Die Röntgenabteilung nahm 1995 einen Magnetresonanztomographen in Betrieb. Patientenzimmer wurden renoviert, die OP-Trakte wurden modernisiert.

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2002 unterzogen sich erstmals alle DRK Kliniken Berlin – so auch der Standort Köpenick einer Zertifizierung durch Joint Commission International (JCI). Das hoch anerkannte Gütesiegel erhalten nur Kliniken, die sich nach den strengen Kriterien der JCI prüfen lassen.

Ein hochmodernes Brustzentrum entsteht im Jahr 2005 und wird zertifiziert. 2008 ist wieder ein Jahr des Bauens. Es fällt der Startschuss zum Umbau des Foyers im Bettenhaus, der Haupteingang wird saniert. Ein Jahr darauf ist das Richtfest für den fünfgeschossigen Klinikneubau, der künftig eine stilvoll ausgestattete Komfortstation, neue OP-Säle, zentrale Funktionsdiagnostiken und vieles mehr beherbergen wird. Die Frauenklinik präsentiert im November 2009 ihr großartiges Projekt: ein komplett neu und liebevoll gestalteter Kreißsaal mit Familienapartments – das sogenannte KreißsaalHotel. Im Jahr davor wurde die Stroke unit für Schlaganfallpatienten eröffnet.

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Der rasante Fortschritt in der Medizintechnik macht sich auch in Köpenick bemerkbar. Im August 2012 wird ein hochmoderner 1,5 Tesla Magnetresonanztomograph (MRT) installiert. Das Gerät liefert präzise Schnittbilder vom menschlichen Körper und ermöglicht Radiologen eine Beurteilung, ob Organe krankhaft verändert sind.

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Auch auf die demografische Entwicklung hat sich das Krankenhaus bestens eingestellt: Am 2. Januar 2014 wurde in den DRK Kliniken Berlin | Köpenick eine Klinik für Innere Medizin – Schwerpunkt Geriatrie (Altersmedizin) eröffnet. In der neuen Klinik, die über 45 Betten verfügt, werden ältere Patienten behandelt, die aufgrund einer akuten Erkrankung vom Verlust der bisherigen Selbständigkeit oder von Pflegebedürftigkeit bedroht sind.

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Für den Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, steht fest: „Ein gut funktionierendes Krankenhaus hat für einen Bezirk, eine Region, eine nicht zu unterschätzende Bedeutung.“ Für ihn sei es beruhigend zu wissen, dass er auf eine anerkannt gute medizinische Versorgung vertrauen kann und immer schnelle Hilfe vor Ort ist, wenn es darauf ankommt.