Leistungsspektrum
Erste Hilfe
Die Kinderärzte der Kinderklinik der DRK Kliniken Berlin | Westend leisten in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten rund um die Uhr Erste Hilfe bei allen akuten Erkrankungen des Säuglings-, Kindes- und Jugendalters. Im Rahmen eines sehr erfolgreichen Kooperationsmodells zwischen den DRK Kliniken | Westend und Arztpraxen sind zu folgenden Zeiten niedergelassene Kinderärzte in der Ersten Hilfe tätig:
Mittwoch und Freitag 15 - 22 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertag 9 - 22 Uhr
In der Ersten Hilfe besteht die Möglichkeit der Behandlung vor Ort und anschließender Entlassung in die häusliche Umgebung. Bei schwereren Erkrankungen ist die stationäre Aufnahme mit einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson (Rooming-In) möglich.
Neonatologie / Intensivmedizin
Die Früh- und Neugeborenenstation (Neonatologie) der Kinderklinik Westend befindet sich Wand an Wand mit der Geburtshilfe mit ca. 2100 Geburten pro Jahr. Somit ist eine rasche kinderärztliche Versorgung bereits im Kreißsaal möglich. Zusätzlich betreuen wir neonatologisch die Geburtshife des anthroprosophischen Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und das Parksanatorium Dahlem mit zusammen ca. 1300 Geburten pro Jahr. Kranke Neugeborene und Frühgeborene unter 35 Schwangerschaftswochen werden auf die Früh- und Neugeborenenstation übernommen. Die Abteilung mit 12 Betten (3 Beatmungsplätze) umfasst das Spektrum der Neonatologie ab der 29. SSW und /oder einem Geburtsgewicht >1250g. Das Team der Neonatologie legt großen Wert auf das Konzept der sanften Pflege im Rahmen einer familienzentrierten Betreuung.
Darüber hinaus werden schwerkranke Säuglinge und Kleinkinder intensivmedizinisch betreut und Patienten aus dem Deutschen Kinderurologiezentrum (DKUZB) können postoperativ überwacht werden und behandelt werden.
Allgemeine Pädiatrie (Kinderheilkunde)
Über die Erste Hilfe werden akut erkrankte Kinder direkt vorgestellt oder von niedergelassenen Kollegen eingewiesen. Die Behandlung der unterschiedlichen Krankheiten des Kindesalters, wie z. B. Pseudokrupp, Bronchitis, Asthma bronchiale, Lungenentzündung, Gastroenteritis, Harnwegsinfekte, unklares Fieber, Bewusstseinsstörungen, Gehirnerschütterung, erfolgt durch erfahrene Kinderärzte. Das diagnostische Spektrum der Klinik erstreckt sich von Laboruntersuchungen auch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Mikrobiologie und dem Institut für Pathologie bei Gewebeuntersuchungen, modernster Ultraschalldiagnostik, sowie Röntgen-, CT- und MRT-Diagnostik über Lungenfunktionsprüfung, Blutgasananlysen bis hin zu Schweißtestung und gängigen allergologischen Untersuchungsverfahren.
Zum Ausschluß schlafbezogener nächtlicher Atemstörungen und nächtlicher Krampfanfälle bietet die Klinik für Kinderheilkunde eine Untersuchung im Schlaflabor an.
Ein besonderer Stellenwert bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen hat neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung auch die intensive Physiotherapie.
Zur Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems stehen modernste Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Mittels Elektrokardiographie (EKG) und Langzeit-Elektrokardiographie lassen sich Störungen der Leitungseigenschaften des Herzens inklusive Herzrhythmusstörungen nachweisen. Auf den Stationen besteht die Möglichkeit zur 24-Stunden Rhythmus-Überwachung (Monitoring). Durch die Untersuchungsverfahren der Echokardiographie und dopplersonographischen Untersuchungen der Venen und Arterien werden Erkrankungen des Herzens und der Gefäße genau untersucht.
Bei häufiger plötzlicher Bewußtlosigkeit (Synkope) besteht neben den oben genannten Untersuchungen auch die Möglichkeit der Belastungsuntersuchung durch einen Schellong Test oder eine Kipptischuntersuchung.
Neuropädiatrie
Ein überregionaler Schwerpunkt der Klinik ist die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit neurologischen Erkrankungen. Hierzu zählen neben Epilepsien, neuromuskuläre und neurometabolische Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, Bewegungsstörungen, Phakomatosen, komplexe Enwicklungsstörungen, perinatale Schädigungen des Nervensystems oder angeborene Fehlbildungssyndrome.
Für die Diagnostik stehen umfangreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Klinik verfügt über ein vollständig ausgestattetes EEG-Labor mit Wach- und Schlaf-EEG, 24-Stunden-EEG, Videodoppelbildkamera und Polysomnographie.
Neben EEG-Ableitungen sind auch elektrophysiologische Untersuchungen (z.B. evozierte Potentiale, Nervenleitgeschwindigkeit) speziell für Kinder möglich.
Es stehen moderne Bildgebungsverfahren, wie kernspintomographische und computertomographische sowie dopplersonographische Untersuchungen zur Verfügung.
Laborchemische Untersuchungen, Stoffwechsel- und Liquordiagnostik werden zur Abklärung unklarer neurolgischer Krankheitsbilder durchgeführt.
Neben speziellen Laboruntersuchungen, Skelettmuskelsonographie wird für die Diagnosestellung neuromuskulärer Erkrankungen eine Muskelbiopsie durchgeführt.
Besonders schwer zu behandelnde Epilepsien erfordern möglicherweise weitere therapeutische Maßnahmen. Hier werden vor Ort unter anderem eine spezielle Ernährung (ketogene Diät) angeboten. Die ketogene Diät beinhaltet eine besonders fettreiche Nahrungszufuhr, die über eine veränderte Stoffwechsellage (Ketose) zu einer Anfallskontrolle führen kann. Bei der Einleitung dieser Diät ist ein kurzer stationärer Aufenthalt inklusive einer ausgiebigen Beratung durch eine Diätassistentin notwendig.
In Kooperation mit der pädiatrischen Neurochirurgie der Charité besteht die Möglichkeit der Vagus Nerv Stimulation.
Im Rahmen unserer neuropädiatrischen Sprechstunden betreuen wir unsere Patienten auch ambulant weiter. Medizinisches Versorgungszentrum Neuropädiatrie
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Leber
Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik liegt auf der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magendarmtraktes und der Leber. Abdominelle (Bauch) Beschwerden können durch eine Vielzahl von risikofreien und schmerzlosen Untersuchungsverfahren wie Atemtests, Stuhluntersuchungen und besonders Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes abgeklärt werden. Bei begründetem Verdacht besteht die Möglichkeit der Magen- und Darmspiegelung.
Das diagnostische Spektrum umfasst unter anderem:
- H2-Atemteste für Laktose und Fruktose
- 13C-Harnstoff-Atemtest bei Verdacht auf Helicobacter-Infektion des Magens
- 24-Stunden pH-Metrie der Speiseröhre zur Refluxdiagnostik
- Sonographie des Abdomens
- Endoskopie von Ösophagus, Magen, Colon und Rektum mit Kinderendoskopen
- Anlage von Ernährungssonden (z. B. PEG-Sonde)
- Leberbiopsie
- Zöliakie-Diagnostik
In enger Kooperation mit der kindergastroenterologischen Sprechstunde im Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) betreuen wir unsere Patienten ambulant weiter. Medizinisches Versorgungszentrum Kindergastroenterologie
Diabetologie
In enger Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) erfolgt die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Die stationäre Behandlung ist bei der Manifestation des Diabetes mellitus und bei einer Umstellung der Therapie notwendig. Neben der konventionellen Insulininjektion kommen dabei auch moderne Pumpensysteme zum Einsatz. Großer Wert wird auf auch auf die Schulung der Patienten und der Eltern gelegt. In Kooperation mit dem Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche (MVZ) bietet die Klinik einen speziellen Unterricht durch eine Diabetesberaterin für Patienten und Eltern an. Hier lernen die Eltern und Kinder das eigenständige Messen des Blutzuckers, die Berechnung des Insulinbedarfs, die Gabe des Insulinpräparates sowie die Gestaltung der Ernährung. Durch diese Kompetenz soll es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden, wieder ein selbstständiges Leben zu führen und Unter- und Überzuckerungen zu vermeiden.
Allergologie und Pneumologie
Allergische Erkrankungen sowie Lungenerkrankungen stellen häufige Vorstellungsgründe für Kinder in Kinderarztpraxen dar. Neben akuten Erkrankungen (z.B. Infekte der oberen Atemwege und unteren Atemwege) sind vor allem chronische Krankheitsbilder (wie das Asthma bronchiale oder die Neurodermitis) eine ständige Herausforderung für den Kinderarzt.
Aufgabe der Pädiatrischen Allergologie und Pneumologie ist daher die Diagnostik, Therapie, Beratung und Prävention von allergischen Erkrankungen sowie Lungenerkrankungen vom Neugeborenen- bis zum Jugendalter. Das Angebot umfasst sowohl ambulante als auch stationäre Betreuung.
Folgende Krankheitsbilder werden betreut:
- Asthma bronchiale
- Heuschnupfen
- Neurodermitis (Ekzem)
- Nahrungsmittelallergien
- Anaphylaxie
- Insektengiftallergie
- Urtikaria (Quaddelsucht)
- Medikamentenallergie
- Stridor im Säuglingsalter
- Bronchiale Obstruktion im Säuglingsalter
- Chronischer Husten
- Psychogene und funktionelle Atemstörungen
- Angeborene Lungenerkrankungen (z.B. Fehlbildungen, Zilienfunktionsstörungen)
- Infektiöse Lungenerkrankungen (z.B. Infektiöser Stridor, Pneumonien)
- Interstitielle Lungenerkrankungen (z.B. Allergische Alveolitis)
Medizinisches Versorgungszentrum Pädiatrische Allergologie und Pneumologie
Physiotherapie
Während des stationären Aufenthaltes ist häufig eine krankengymnastische Behandlung für die Genesung erforderlich. Die Tätigkeit in unserer physiotherapeutischen Abteilung umfasst ein breites Spektrum von der entwicklungsneurologischen Diagnostik (MÜF), sowie Erhebung von Muskel und Gelenkstatus bis zur krankengymnastischen Behandlung Frühgeborener, Säuglinge und Jugendlicher.
Je nach Erfordernissen kommen folgende therapeutische Konzepte zum Einsatz: Therapie auf neurophysiologischer Grundlagen nach dem Bobathkonzept, sensorische Integrationsbehandlung und mehrdimensionale Entwicklungstherapie angelehnt an Voijta, sowie spezielle Atemtherapie bei Lungenerkrankungen. Wenn möglich, werden Eltern in die Behandlung mit einbezogen und angeleitet.
Ernährungsberatung
Zur Therapie vieler Erkrankungen gehört neben der medizinischen Behandlung auch oft eine besondere Ernährung. Unsere Ernährungsberaterin steht Ihnen dazu mit professionellen und fachlichen Beratungen zur Verfügung.
Die Gebiete umfassen unter anderem die Lösung ernährungsbedingter Probleme bei den folgenden Krankheiten: Diabetes mellitus, Mukoviszidose, Zöliakie, angeborene Stoffwechselstörungen und Magen- und Darmerkrankungen.
Ferner erstellen wir Ernährungspläne im Rahmen der Durchführung einer ketogenen Diät.
Psychologische Diagnostik, Beratung und Betreuung
Neben der vorrangig medizinischen Behandlung ist unsere Psychotherapeutin, Dipl. Psych. Martina Selig, fest in die diagnostische und therapeutische Arbeit eingebunden.
Im Rahmen der Kinderklinik umfasst das psychologische Angebot:
- Allgemeine Entwicklungs- und Leistungsdiagnostik
- Orientierende Psychodiagnostik
- Krisenintervention
- Coaching von Jugendlichen
- Elternberatung
- Einleitung und Vermittlung von Förder- und Therapiemaßnahmen außerhalb der Klinik
Warum psychologische Betreuung bei körperlichen Erkrankungen?
Stationäre Klinikaufenthalte bedeuten manchmal schwierige und belastende Tage oder Wochen in nicht vertrauter Umgebung. Deshalb können sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch deren Eltern psychologische Unterstützung beanspruchen. Sie wird bei Bedarf vom behandelnden Arzt veranlasst oder die Familie kann selbst nach einem Beratungsgespräch fragen. Die psychologische Betreuung in unserer Kinderklinik basiert auf einer systemischen, familientherapeutischen Herangehensweise. Wir betrachten Kinder und Jugendliche nicht isoliert, sondern als Mitglied „ihres Systems“, das aus Familie, Freunden, Schule usw. besteht. Auch die medizinische Behandlung ist Teil dieses Bezugssystems.
Neuropsychologische Diagnostik
Insbesondere neurologische Krankheitsbilder erfordern oftmals eine psychologische Mitbeurteilung des Entwicklungsverlaufes.
Bei jüngeren Kindern beinhaltet dies die psychologische Einschätzung und Wertung von kognitiven, motorischen und / oder sprachlichen Entwicklungsverzögerungen sowie vorübergehenden Auffälligkeiten.
Bei Schulkindern und Jugendlichen sind erlebte Leistungsstörungen oder plötzliche Leistungseinbrüche häufig der Anlass für eine sorgfältige neuropsychologische Beurteilung ergänzend zur medizinischen Behandlung.
Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, durch präzise neuropsychologische Diagnostik subjektiv erlebte oder befürchtete Leistungsdefizite auszuschließen und von möglichen psychogenen Überlagerungen abzugrenzen.
An die Diagnostik schließt sich jeweils ein Auswertungsgespräch an, um die Ergebnisse zu besprechen und um gemeinsam mit der Familie geeignete Maßnahmen zu erkunden und ggf. einzuleiten.
Psychologische Betreuung bei chronischen Erkrankungen
Langwierige, schmerzhafte und chronische Erkrankungen belasten, verunsichern oder können Angst machen. Das betrifft nicht allein die Patienten selbst, sondern auch deren Familien. Die Erkrankung tritt oft plötzlich und unabänderlich in das bisherige (Familien-) Leben und stellt viele bisherige Selbstverständlichkeiten, Sicherheiten und Gewohnheiten in Frage. Zudem geht die Erkrankung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen oftmals mit Einschränkungen und Anforderungen einher, die mit den „normalen“ Entwicklungsaufgaben ihrer Altersgruppe kollidieren können. Deshalb ist das Risiko für psychische Störungen bei körperlich chronisch kranken Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu gesunden um das ca. dreifache erhöht. Doch auch bei einer insgesamt ungestörten psychischen Entwicklung kann es phasenweise zu behandlungsbedürftigen Konflikten, Unsicherheiten und emotionalen Krisen kommen.
Psychologische Beratung bei akuten Erkrankungen
Auch eine passagere Erkrankung bedeutet eine Störung des Familienalltags und kann zur vorübergehenden Überforderung führen. Vor allem dann, wenn sie in einer schon vorher belasteten familiären Situation eintritt (innerfamiliäre Konflikte, Trennung, finanzielle Belastung, schulische oder berufliche Sorgen u. v. a. m.). Dann ist es wichtig, die Möglichkeit zur Klärung und Entlastung zu bekommen. Oft braucht es nur einen einmaligen Kontakt zur Lösung eines aktuellen Problems, manchmal mehrere Gespräche oder eine längerfristige psychologischen Begleitung.
Psychologische Diagnostik bei Somatisierungsstörungen / Psychosomatik
Körperliche Symptome, denen nach sorgfältiger medizinischer Diagnostik keine hinreichende organische Ursache zugeordnet werden kann, können auch Ausdruck einer seelischen Störung sein. Wichtig ist dabei, dass wir die Patienten nicht als Simulanten betrachten, sondern vielmehr das körperliche Symptom als Signal verstehen und ernst nehmen. In psychodiagnostischen Gesprächen können mögliche Zusammenhänge zwischen psychosozialem Stress oder emotionalen Belastungen und den vorhandenen körperlichen Beschwerden hergestellt werden. Ambulante Maßnahmen zur Entlastung im Alltag können gemeinsam überlegt und eingeleitet werden. Bei massiven Alltagseinschränkungen kann anfänglich auch ein Wechsel in die stationäre psychosomatische Behandlung angezeigt sein.
Kontakt:
Dipl. Psych. Martina Selig Psychologische Psychotherapeutin Systemische Familientherapeutin (SG)
Kontaktaufnahme ist möglich über die behandelnden Ärzte im Haus telefonisch unter 030 - 30 35 44 78 E-mail: m.selig@drk-kliniken-berlin.de
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