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Berliner Transitionsprogramm

Seit Juli 2009 wird in Berlin für Jugendliche mit Diabetes mellitus und Epilepsie im Alter von 16 bis 21 Jahren das „Berliner Transitionsprogramm" angeboten.
Mit Transition ist der Wechsel aus der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin gemeint. Ein Wechsel der Betreuung ist nötig, weil Kinder- und Jugendärzte ihre Patienten nach dem 18. Geburtstag in der Regel nicht weiter betreuen können.
Die Transition ist aber nicht unproblematisch. Gerade chronisch kranken Jugendlichen gelingt es oft nicht, einen ausreichend verantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu entwickeln, der in der Erwachsenenmedizin vorausgesetzt wird und sich selbständig um den Übergang in eine entsprechend qualifizierte erwachsenenmedizinische Betreuung zu kümmern.
Viele verlieren so für kürzere oder längere Zeit den Kontakt zur notwendigen Spezialbetreuung und stellen sich in den fachlich qualifizierten Einrichtungen der Erwachsenenmedizin erst dann wieder vor, wenn – möglicherweise vermeidbare – Komplikationen aufgetreten sind.

Das Berliner Transitionsprogramm strukturiert und regelt den Übergang chronisch kranker Jugendlicher in die Erwachsenenmedizin. Die Teilnahme ist zunächst nur Jugendlichen mit Epilepsie und Diabetes mellitus Typ 1 möglich und zunächst auch auf den Raum Berlin-Brandenburg beschränkt. Es ist als ein Versorgungsforschungsprojekt angelegt. Aufbauend auf den an den zwei exemplarischen Krankheiten erzielten Ergebnissen soll ein auf andere Krankheitsbilder und die gesamte Bundesrepublik übertragbares strukturiertes Behandlungsprogramm für den Übergang von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin entwickelt werden.

In seinem aktuellen Sondergutachten vom Juli 2009 hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen ausdrücklich den Bedarf an solch einem Programm formuliert (mehr Informationen dazu unter Besonderes).

Das Berliner Transitionsprogramm ist das erste seiner Art, das von den Krankenkassen finanziert wird

 
Das Programm wird wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung für die Versorgung chronisch kranker Menschen von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Das inhaltliche Konzept wurde von den DRK Kliniken Berlin in Zusammenarbeit mit dem IGES Institut, das auch die wissenschaftliche Begleitung übernimmt, entwickelt. (mehr Information dazu unter Kooperationspartner und Leistungsspektrum)

 
Wenn Sie Interesse haben, am Berliner Transitionsprogramm teilzunehmen oder Fragen zu Inhalt und Ablauf des Programms haben, nehmen Sie bitte Kontakt auf.
Ihre Ansprechpartnerinnen sind Frau Dr. med. Silvia Müther und Frau Babette Müller

Informationsbroschüre für Ärzte und Therapeuten



DRK Kliniken Berlin
Westend
Berliner Transitionsprogramm


Spandauer Damm 130
14050 Berlin
Wegbeschreibung

Kontakt:     
Dr. med. Silvia Müther
Frau Babette Müller  

Tel.: 030 – 3035 4492
Fax: 030 – 3035 5715
E-Mail: Kontaktformular 

Leitung:  
Prof. Dr. med. Walter Burger
PD Dr. med. Arpad von Moers